Jura studieren ohne Stress – geht das überhaupt?

Unter hohem Leistungsdruck zu stehen, gehört für den Großteil der Jura Studierenden genauso dazu, wie das Anwenden von Paragraphen. Viele brechen unter dem Druck zusammen. Warum das ein Fehler ist und wie du in nur wenigen Schritten der Stressfalle entfliehen kannst, will ich dir in diesem Post erklären. 

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  1. Finde den Grund für deinen Stress 

Mache zuerst das, was JuristInnen lieben: Definiere deinen Stress und finde seine Ursachen heraus.  

Positiver Stress: Ein bisschen Aufregung vor einer Prüfung, ein paar Schweißperlen vor der Abgabe einer Hausarbeit- das alles ist noch kein Grund zur Sorge. Der “gute” Stress, sorgt dafür, dass wir uns besser konzentrieren und spornt uns oft zu Hochleistungen an. 

Negativer Stress: Problematisch wird es erst beim sogenannten negativen Stress. Komplette Überforderung, Angst vorm Versagen oder der Zukunft sollten nicht zu deinem ständigen Wegbegleiter zählen. Diese Art von Stress äußert sich nicht selten auch in starken körperlichen Beschwerden: bei mir waren es chronische Verspannungen und Kopfschmerzen. Diese sind ein deutliches Signal, einen Gang runter zu schalten… Nur wie geht das? 

Außerdem ist es gut, die Umstände, die bei dir den Stress hervorrufen, zu ermitteln: Sind es äußere Einflüsse, wie der Druck durch ProfessorInnen, die Eltern oder KommilitonInnen? Oder sind es eigene Gedanken, wie die Angst, nicht schlau genug zu sein, oder sich eine mögliche Zukunft zu verbauen? 

  1. Reality check 

Dann gilt es zu hinterfragen: Warum genau machen mir andere Leute/ ich selbst Druck? Haben sie Recht? Ist die Situation wirklich so wichtig oder ausweglos, wie ich sie gerade bewerte? 

Ich frage mich selbst oft: „Was ist das schlimmste, was mir passieren könnte?“ Und das ist meistens gar nicht so schlimm.

Eine verhauene Arbeit bedeutet nicht das Ende des Studiums. Ein Semester Verlängerung verhindert möglicherweise den Freischuss, kann sich aber im Rückblick unglaublich positiv auf ein Examen auswirken. Das alles macht dich aber keinesfalls zu einem schlechteren Menschen.  

  1. Baby Steps 

Ein anderer typischer Gedanke unter Jura Studierenden ist die Angst, sich die Zukunft zu verbauen. Auch hier gilt: ruhig bleiben. Zum einen, weil deutschlandweit derzeit ein großer Mangel an Juristen herrscht und so gesehen jede Fachkraft gebraucht wird. 

Zum anderen aber, weil diese Frage nicht zielführend ist. Wer weiß denn, was in der Zukunft passiert?.. Denke lieber in kleinen Schritten: Was ist das nächste, das ich machen muss? 

Das kann man in beliebig kleine Aufgaben aufteilen. Beginne beispielsweise mit einem Lernplan, in dem du dir genau aufschreibst, was du für die nächste Prüfungen können must.

Diesen kann man danach ganz entspannt abarbeiten, und muss sich über den Rest keine Sorgen machen. 

  1. Pausen und Belohnen

Es ist kein Geheimnis, wie wichtig Pausen sind. Nicht nur, um die eigene gute Laune zu erhalten, sondern auch, um dem Körper und Geist einen Moment der Ruhe zu gönnen. 

Abende mit FreundInnen, Hobbies, Ausflüge sollten fest in den Alltag integriert werden. Nimm dir auch in Prüfungsphasen täglich mindestens eine halbe Stunde, in der du etwas tust, was du genießt. Es wirkt Wunder. 

  1. Routinen wechseln 

Nichts ist schlimmer, als vor lauter Stress in einen immer gleichen Tagesablauf zu verfallen. Ertappst du dich dabei, jeden morgen zur gleichen Zeit aufzustehen, dich mit der gleichen Lustlosigkeit in die Bibliothek zu schleppen und abends erschöpft aufs Sofa zu fallen? 

Dann ändere deine Routine. Gehe vor der Uni eine halbe Stunde spazieren oder setze dich in dein Lieblingscafé. Verkürze deinen Aufenthalt in der Bibliothek, aber lass dafür dein Handy zu Hause. Erstelle dir eine motivierende Playlist oder suche im Netz nach Bildern oder Videos, die dich anspornen. Deine Möglichkeiten sind endlos. Wichtig ist nur, dass du wieder mehr Spaß und Abwechslung in deinen Alltag integrierst. 

Zu guter Letzt bleibt noch zu sagen: Belohne dich. Feiere deine kleinen Erfolge (du hast es ein weiteres Semester geschafft- yay!) und sei stolz darauf, wie weit du schon gekommen bist. 

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