Legal Bookclub: Stress yourself (law)less

Ein E-Book von Felicitas Famulla

In Ihrem E-Book “Stress yourself (law)less” plaudert die Rechtsreferendarin Felicitas aus dem Nähkästchen und erklärt, wie Stress und Ängste im Studium und der Examensvorbereitung verringert werden können.

Felicitas gibt in dem E-Book nicht nur Tipps, sondern regt in Form von Aufgaben dazu an, diese direkt umzusetzen. Vor allem erzählt sie aber von ihren Erfahrungen und gibt ehrliche Einblicke in das oftmals nicht perfekt laufende Studium. Durch ihre eigenen Eindrücke kann sie so vor allem angehenden ExamenskandidatInnen in vielerlei Hinsicht die Angst nehmen.

„Ich wollte mein Prädikatsexamen aus mir selbst heraus (…) Nicht um anderen zu gefallen, um es meinen Eltern, Freunden oder Bekannten zu beweisen, sondern weil ich es (…) selbst wollte“

Felicitas Famulla

In dem Buch werden neben der inneren Einstellung, Zielsetzung und Planung auch gesundheitliche Themen angesprochen, wie ein gesunder Lebensstil, genügend Schlaf, Sport und mentale Gesundheit. Jedes Kapitel endet mit Aufgaben und Denkanstößen, mithilfe derer reflektiert werden kann. 

Alles in allem ist „Stress yourself (law)less“ ein kompaktes, sehr ästhetisch gestaltetes E-Book, perfekt geeignet für alle, die neue Inspiration im Studium brauchen oder ihre Stressbewältigung im Studium verbessern möchten. Felicitas schafft es, anzuregen, die eigene Jura-Life-Balance zu überdenken. Uns gefällt dabei besonders ihre Ehrlichkeit. Sie gibt zu, dass weder im Studium noch im Alltag immer alles glatt läuft und motiviert zu kleinen und größeren Veränderungen, ohne jedoch utopische Maßstäbe anzulegen.

Das Buch kann über die Plattform „digistore24.com“ zu einem Preis von 12 Euro erworben werden.

Legal Bookclub: Thinking like a lawyer

Thinking like a lawyer: A new introduction to legal reasoning

Ein Buch von Frederick Schauer 

Diesen Monat habe ich “Thinking like a lawyer” von Frederick Schauer gelesen- ein Klassiker unter den Büchern für Studierende in den USA. 

Der Autor beschreibt darin in zwölf Kapiteln, was denn eigentlich einen guten Juristen ausmacht und vor allem, was das juristische Denken vom “alltäglichen” unterscheidet. Dabei geht er auf US-Amerikanische Konzepte wie “Precedent”, “Analogies” und die Grundlagen der Common Law Rechtsordnung ein. Er erläutert Fälle, die das amerikanische Rechtsdenken geprägt haben und geht im Kapitel “The Challenge of Legal Realism” auch auf einige Bewegungen der amerikanischen Rechtsphilosophie ein. 

Das Buch ist in einem sehr wissenschaftlichen Stil gehalten, dennoch probiert Schauer dem Leser die Themen durch viele anschauliche Beispiele zu verdeutlichen. 

„As the world continues to throw the unexpected at us, law will find itself repeatedly forced to go outside of the existing rules in order to serve the society in which it exists.“

Fazit: Wer wie ich eine seichte Abhandlung über das juristische Denken erwartet, wird enttäuscht- vielmehr ist “Thinking like a lawyer” ein detailliertes Sachbuch. Dafür eignet es sich aber perfekt, um einen Einblick in die amerikanische Rechtsordnung und das Common Law zu bekommen. Viele der beschriebenen Grundsätze lassen sich selbstverständlich auch im deutschen Recht wiederfinden. Obwohl das Buch sehr theoretisch ist, macht es Spaß es zu lesen. 

Das Buch gibt es bisher nur auf Englisch und es kostet rund 17€. 

Kleiner Tipp: Da es ein Sachbuch ist, gibt es das Buch oft in der Uni-Bibliothek oder in den Online Datenbanken der Uni (das ist auch der Grund dafür, warum ich es auf dem Ipad gelesen habe.)